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EU-KI-Verordnung: Was müssen KMU 2026 regeln?

Geschrieben von Yannick van den Bergen | 26 März 2026

Neue KI-Regeln ab August 2026

Am 2. August 2026 tritt die EU-KI-Verordnung (AI Act) vollständig in Kraft. Nutzen Sie KI-Tools in Ihrem Unternehmen? Dann kommen neue Regeln rund um Transparenz, Dokumentation und Wissen in Ihrem Team auf Sie zu. Für die meisten KMU sind die Pflichten überschaubar. In diesem Artikel erfahren Sie, was sich ändert, was Sie schon jetzt tun können und wie Ihre Buchhaltungssoftware Sie dabei unterstützen kann.

Was beinhaltet die EU-KI-Verordnung?

Der AI Act ist die erste umfassende KI-Gesetzgebung der Welt. Das Ziel: KI-Systeme zuverlässig und sicher machen, ohne Innovation zu blockieren. Das Gesetz teilt KI-Systeme in vier Risikostufen ein:

Risikostufe Beispiel Folge
Inakzeptabel Soziales Kreditsystem Verboten
Hohes Risiko Medizinische Diagnose, Kreditscoring Strenge Anforderungen an Dokumentation und Aufsicht
Begrenztes Risiko Chatbots, KI-Assistenten Sie müssen Nutzer informieren
Minimales Risiko Spamfilter, Empfehlungen Keine Pflichten

Wozu zählen Sie als KMU?

Die meisten KMU nutzen KI-Tools mit begrenztem Risiko, etwa Chatbots, KI-Assistenten für Ihre Verwaltung oder automatisierte Analysen. Dafür gelten drei Pflichten:

Transparenzpflicht

Lassen Sie Nutzer wissen, dass sie mit einem KI-System kommunizieren. Erstellen Sie KI-Inhalte für Ihr Unternehmen? Dann machen Sie deutlich, dass sie von KI erstellt wurden.

Dokumentationspflicht

Halten Sie fest, welche KI-Systeme Sie nutzen, wofür Sie sie einsetzen und welche Maßnahmen Sie ergreifen, um Risiken zu begrenzen.

KI-Kompetenz

Mitarbeiter, die mit KI arbeiten, müssen über ausreichendes Wissen verfügen, um sie verantwortungsvoll zu nutzen. Das muss keine formale Ausbildung sein. Eine interne Anleitung oder eine kurze Schulung reicht aus.

Was müssen Sie tun? Vier Schritte

1. Erfassen Sie Ihre KI-Nutzung

Erstellen Sie eine Liste aller KI-Tools, die Ihr Unternehmen nutzt:

  • ChatGPT, Claude oder andere KI-Assistenten
  • Automatisierte Analysen oder Berichte
  • Chatbots auf Ihrer Website
  • KI-Funktionen in bestehender Software (wie Ihrer Buchhaltungssoftware)

2. Bestimmen Sie die Risikostufe

Ordnen Sie jedes Tool der richtigen Risikokategorie zu. Für die meisten geschäftlichen Anwendungen (Verwaltung, Kundenservice, Analysen) gilt: begrenztes Risiko.

3. Halten Sie alles fest

Dokumentieren Sie pro KI-Tool:

  • Was es tut und wofür Sie es nutzen
  • Welche Daten es verarbeitet
  • Wer darauf Zugriff hat
  • Welche Maßnahmen Sie ergreifen (Bestätigung bei Änderungen, Festhalten von Aktionen usw.)

4. Informieren Sie Ihr Team

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter wissen:

  • Welche KI-Tools verfügbar sind
  • Wie sie diese verantwortungsvoll nutzen
  • Was die Einschränkungen sind
  • An wen sie sich mit Fragen wenden können

Wie hilft ein guter KI-Connector bei der Compliance?

Ein professionell eingerichteter KI-Connector mit Ihrer Buchhaltungssoftware nimmt Ihnen bereits einen Teil der Pflichten ab. Sind Sie neugierig, wie ein solcher Connector Ihre Daten schützt? Lesen Sie unseren Artikel über die Sicherheit von Buchhaltungsdaten bei KI-Connectoren.

Anforderung Wie ein guter Connector dies löst
Transparenz Jede Änderung erfordert eine Bestätigung, bevor sie durchgeführt wird
Festhalten von Aktionen Alle Anfragen und Aktionen landen automatisch in einem Audit-Log
Sicherheit Gesicherte Anmeldeprozedur, Verschlüsselung und ISO-27001-Zertifizierung
Kontrolle Sie behalten immer die Regie über das, was geschieht

Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen, die ihren KI-Connector gut einrichten, bereits den Großteil der Pflichten erfüllen, ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Was kostet es, wenn Sie die Vorgaben nicht erfüllen?

Die Bußgelder sind erheblich:

  • Bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des Jahresumsatzes für verbotene KI-Systeme
  • Bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % für sonstige Verstöße
  • Bis zu 7,5 Millionen Euro oder 1,5 % für die Bereitstellung falscher Informationen

Für KMU gelten niedrigere Höchstgrenzen, doch das Signal ist eindeutig: Nehmen Sie die Regeln ernst.

Zeitplan

Datum Was tritt in Kraft?
2. Februar 2025 Verbot inakzeptabler KI-Praktiken
2. August 2025 Regeln für KI mit allgemeinem Zweck (GPT-4, Claude usw.)
2. August 2026 Vollständiges Gesetz in Kraft, einschließlich Hochrisikosystemen
2. August 2027 Zusätzliche Regeln für bestimmte Branchen

Fangen Sie heute an

Die EU-KI-Verordnung erfordert Vorbereitung, doch für die meisten KMU sind die Schritte überschaubar: Transparenz, Dokumentation und Grundwissen in Ihrem Team. Beginnen Sie jetzt mit der Erfassung, dann sind Sie rechtzeitig fertig.

Möchten Sie direkt mit einem KI-Connector loslegen, der Compliance-sicher ist? Sehen Sie sich unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung an, um in fünf Minuten zu starten.

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